Projekt Nr. 05
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Zentrale Eingangshalle, 1996
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Der dritte Mann – Skizzen / Material / Text
Ein Ausstellungsprojekt in Marseille von Hannes Kater und Hinrich Schmieta
Hannes Kater - Skizze, Detail von: Der dritte Mann / 1998, 420x397 Pixel spacer
                                   Studien für die Zahnbürste in der Wandzeichnung
Erste Überlegungen und Beginn der Diskussion
- noch mit Armin Chodzinski

An Armin und Hinrich - von Hannes in einen
Text von Hinrich reingeschrieben...

Geplant ist ein gemeinsames Projekt der norddeutschen Künstler Chodzinski, Kater und Schmieta in Marseille in Zusammenarbeit mit dem Marseillaiser Künstlerverein ]0l[.
Es bestehen zwei grundsätzliche Alternativen:
- Realisation in 1998 (um Ostern...)
- Realisation in 1999

Realisation in 1998 bedeutet Zusammenarbeit nur mit ]0l[ und Ausstellung im Lokal von ]0l[. Ein zweiter Ort ist bis jetzt noch nicht fixiert, den zu finden geböte höchste Eile!
Realisation in 1999 bedeutet Zusammenarbeit mit ]0l[ und dem (älteren, angeseheneren und professionelleren) Künstlerverein Grands Bains Douches de la Plein. Die besonders sorgfältige Ausarbeitung eines Ausstellungs- und Spektakelkonzeptes ist hier wegen der höheren Professionalität und der damit verbundenen (vermutlich ) größeren zu beantragenden und zu erwartenden Zuwendungshöhe geboten.

Projektbeschreibung:
Drei Norddeutsche bespielen zwei Orte im Stadtgebiet von Marseille, der Weg, zurückzulegen in einem Taxi oder Bus - andere Lösungen wären auch denkbar - zwischen diesen beiden Orten ist weiterer Bestandteil der Arbeit.

Warum?
1.Die Erfahrung anläßlich der Ausstellung „Kleine Universen“ in Braunschweig hat gezeigt, daß die aus Südfrankreich stammenden Künstler deutlich anders künstlerisch arbeiten, als die norddeutschen Künstler. Die Ausstellung in Marseille stellt sozusagen den Gegenbesuch dar.
2. Die uns so mögliche Form der Zusammenarbeit und Arbeit: In einer fremden Stadt improvisieren, handeln, sich miteinander abstimmen, Lösungen entwickeln... meint nicht: auf den Ort reagieren... aber auf die Situation an einem anderen Ort zu sein - mit anderen Menschen und anderen Produktiosbedingungen.
3. arbeitet jeder von uns dreien an künstlerischen Handlungsmöglichkeiten, die ein Projekt „Reisekunst“ fruchtbar für jeden von uns erscheinen lassen.

Warum zu dritt? Wegen der erprobten Zusammenarbeit. Wegen der unterschiedlichen Ansätze und Schwerpunkte. Beispiele: Zentrale Eingangshalle, Kleine Universen, Norddeutscher Rundfunk Braunschweig
Warum nicht nur ein Ort? Nicht nur wir sind in Bewegung, sondern auch die Besucher. Reise, Station, Momente, Auftritt, nie alles auf ein Mal, Wege zwischen den Dingen, Blicke ändern sich, Zeit vergeht, vergehende Zeit ist wichtig, einstimmen - umstimmen - verstimmen: bestimmen: erleben von Situationen, von bestimmt unbestimmten Situationen, Zusammenklang, Ausschnitte, Einschnitte, Umschnitte, Sound, Film, Theater: Reisekunst für alle: die Macher und die Besucher.
Taxi, Fähre, übersetzen - einen Text oder über einen Fluß, andere Seite, andere Seite? -


Dauer der Ausstellung: Mindestens eine Woche wird eine Situation, ein Angebot aufrecht erhalten. Obskure Kanäle der Verbreitung der Information darüber sind mindestens genauso gut wie „offizielle“. Hier wäre für mich der größte Bezug auf die spezielle Situation des Ortes zu suchen.

Klärungsbedarf besteht auch darüber, wer an welchem Ort aufspielt, ob je einer einen Ort und einer den Weg bespielt oder alles Mischformen werden könnten.

Erwogen wird von Hannes: Zeichnungen, Projektionen, viel Farbe und Theatermalerei (patinierte Wände, malend vergrößerte Fotos und Bühnenbildelemente), der Umgang mit Sprache ist noch nicht geklärt, ebenso wenig wie die Form der Auseinandersetzung mit Hinrich und Armin.

Taxi: Variation zu Hinrich: Ein Schild auf dem Dach mit einem Pfeil der auf das Taxi zeigt und dem Text: Sie sind nicht da (hier)!

Innen: Schauspieler? Befragung, Zeugenaussage, Phantombild, suchen in Abbildungen, Polizeifotos, Tunnel, Brücken - gibt es Orte, die tagsüber mit einem Auto angefahren werden können und an denen es dunkel ist? Stoppen!? Waschstraße, klappernde Dosenkette hintendran, Videofilm mit dem Fahrgast wie er sich die Ausstellung anguckt, automatische Kamera?, Ton des Gespräches am nächsten Ort zu hören? Taxifunk, CB-Funk, gibt es typische Gängsterwagen in Frankreich?


Kosten ?
Anschaffungspreises des Taxis 2000,- DM
dessen Versicherung 250,- DM
Benzinkosten für die Reise 500,- DM
Unterbringung pro Person 500,- 1500,- DM
Materialkosten 1500,- DM

Inwieweit Nutzungsbedarf eines Ateliers besteht, ist noch nicht geklärt auch nicht, ob es ausreicht, in den Räumen selber eine angemessenen Zeit vorher zu arbeiten (Bei Grands Bains Douches würde das nur nach den Sommerferien im September möglich sein.)
Weiterhin ist nicht geklärt, welche Kunstwerke transportiert werden müßten, bzw. ausgestellt werden sollen.
Bedacht wurde auch die Initiation einer Taxilinie mit fester Route in den örtlichen Medien eine angemessene Zeit vor der eigentlichen Eröffnung der Schau.

Hannes



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