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04. Januar 2024
Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
*  Weitere Einträge:
23.12.2022 – LP 1955
19.12.2022 – LP 1954
24.12.2020 – LP 1800
23.12.2020 – LP 1799
24.12.2019 – LP 1512
03.01.2017 – LP 1512
02.01.2017 – LP 1511
23.12.2016 – LP 1509
23.12.2014 – LP 1352
24.12.2007 – LP 988
22.12.2007 – LP 987
24.12.2005 – LP 586
23.12.2005 – LP 585
24.12.2004 – LP 303
24.12.2003 – LP 106

Siehe auch:
04.01.2017 – LP 1513
23.12.2015 – LP 1429

28.12.2023
Lieblingspfeile

LP 2045 - Lieblingspfeil Nr. 20345 von Hannes Kater
Werbung (Detail) auf dem Schaufenster einer Filiale einer Drogeriemarkt-Kette in Berlin
Lieblingspfeil Nr. 2045
Pfeil-Baum-Unschärfe

Ein aus drei gleich großen Dreiecken zusammengesetzter Weihnachtsbaum – ohne Kugel-Schmuck – siehe digital bearbeite Version unten – wirkt er noch pfeiliger... es liegt hier also eine
Pfeil-Baum-Unschärfe vor.

Anders, als der kleine, hier vorgestellte Baum, verjüngt sich der große Weihnachtsbaum, in dem der kleine auch seinen Ausftritt hat, nach oben und wirkt dadurch weniger abstrakt und pfeilig...


Immer wieder um Weihnachten herum versuche ich neue Beispiele für eine Pfeil-Tannenbaum-Unschärfe zu finden und hier im Blog zu präsentieren.*

Eine Pfeil-Irgendwas-Unschärfe liegt immer dann vor, wenn man nicht sicher entscheiden kann, ob man nun einen Pfeil oder irgendetwas anderes vor sich hat – was vor allen Dingen dann interessant wird, wenn der Kontext nicht mit als Deutungshilfe herangezogen werden kann, bzw. werden soll.

Der tradierte* Text zur Pfeil-Tannenbaum-Unschärfe:
"Ist ein Weihnachtsbaum nicht eigentlich ein nadelnder Pfeil, der die ideelle Fähigkeit – bzw. Sehnsucht – des Menschen, Irdisches und Überirdisches, also den Abstand zwischen hier und Himmel, beliebig zu durchmessen, symbolisiert?"
(Das ist ein, für unseren Anlass, vorsichtig angepasstes Klee-Zitat.)




LP 2045 - Lieblingspfeil Nr. 2045 von Hannes Kater
Werbung auf dem Schaufenster einer Filiale einer Drogeriemarkt-Kette in Berlin
LP 2045 - Lieblingspfeil Nr. 2045 von Hannes Kater
Verändertes Detail einer Werbung...
Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
27.12.2023
Lieblingspfeile

LP 2044 - Lieblingspfeil Nr. 2044 von Hannes Kater
Werbung in einem Bio-Markt in Berlin Weißensee
Lieblingspfeil Nr. 2044
Pfeil-Blumen-Unschärfe

Blüht hier der Veganismus – oder wird ein umkränztes "VEGAN" mit einem Pfeil versehen und weist so auf die Produkte (... im Vordergrund rechts liegen Packungen von Ente gut alles gut, einem Tofu-Produkt)?

Auf jeden Fall liegt hier eine
Pfeil-Blumen-Unschärfe vor, weil es schwer zu entscheiden ist, ob wir hier grüne Blumenblätter, oder eine grüne Pfeilspitze sehen.


Vgl. auch mit:
LP 1254 - Pfeil-Blumen-Unschärfe
LP 0031 - Blumiger Pfeil
und
LP 0779 - Wie Pfeile wirkende Blumenstiele

Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
26.12.2023
Letzte Beiträge...

This is not a pipe_#70 [Mit Pfeil] - eine kommentierende Untersuchung zu "Der Verrat der Bilder" von Hannes Kater
 Pfeil in pfeifenähnlicher Form + Text (Das ist keine Pfeife]
... im Jahr 2023 zur Reihe "Der Verrat der Bilder" (siehe auch Projekt 62 und hier, hier, hier, hier und hier):

Eigentlich naheliegend, dass ich
eine Pfeil-Variante von "Das ist keine Pfeife" baue...


This is not a pipe_#71 [Schwanz mit Pfeifenkopf] - eine kommentierende Untersuchung zu "Der Verrat der Bilder" von Hannes Kater
 Kollage aus einem 3D-Mesh-Pfeifenkopf und einem gezeichneten Penis + Text (This is not
 a pipe]
This is not a pipe_#72 [Penis mit Hodensack "nach oben" in pfeifenähnlicher Form] - eine kommentierende Untersuchung zu "Der Verrat der Bilder" von Hannes Kater
 Penis mit Hodensack "nach oben" in pfeifenähnlicher Form + Text (Das ist keine Pfeife]
Ich bekam den Hinweis, doch mal die französische Version des Wikipedia-Eintrags zu dem Verrat der Bilder durchzusehen – und wurde fündig:
Angesichts des ausgeprägten Interesses von René Magritte
und seinem Komplizen Paul Nougé an Pornografie* ist die Hypothese eines Hoaxes nicht völlig auszuschließen. Zumal das Wort pipe im Sinne von Blowjob [Fellatio] Anfang der 1900er Jahre auftauchte und dieser Slangausdruck erstmals im Wörterbuch von A.L. Dussort (Des preuves d'une existence, 1927, in T.L.F) aufgenommen wurde, also zwei Jahre vor der Entstehung des Gemäldes von Magritte.


Warum aber wurde pipe Anfang des 20. Jahrhunderts der neue französische Slangausdruck für Blowjob?

"Zu Beginn des 20. Jahrhunderts drehten sich Arbeiter ihre Zigaretten selbst, da industriell hergestellte Zigaretten der feinen Gesellschaft vorbehalten waren. Sie sagten, dass sie sich "eine drehten" oder "sich eine Pfeife machten".

Die Zigarette wurde im Slang als Synonym für "Pfeife" verwendet, weil die Menge an Tabak, die für eine Zigarette benötigt wird, der Menge entspricht, die man zum Stopfen einer Pfeife benötigt. In Analogie dazu verglichen Prostituierte die Bewegungen beim Oralsex mit denen, die Raucher mit ihren Fingern und dann mit ihrer Zunge entlang der Zigarette machen, bevor sie eine fertige "Pfeife" gebaut hatten.
**


Zitat, sinngemäß nach Goffin:
"So könnte der Provokateur Magritte mit Hilfe seines Freundes Paul Nougé, dem Meister der "Subversion der Bilder", hinter einem der größten Streiche der Kunstgeschichte stehen: Ceci n'est pas une pipe war dazu gedacht, die verhassten Bourgeois zu verarschen.

1946 scheint Magritte diese Hypothese selbst bestätigt zu haben, als er ein Werk mit dem Titel La pipe-sexe präsentierte [siehe meine Version mit Pfeifenkopf links], eigentlich ein Beleg für die sexuelle Deutung der Pipe: "Voyez comme je vous ai bien eus!" ["Seht, wie ich euch reingelegt habe!“]

Das männliche Geschlechtsteil in Form einer Pfeife ist darin sehr gut zu erkennen. In diese Zeit fallen zudem die letzten intellektuellen Kollaborationen mit Nougé. [Danach haben sich Magritte und Nougé endgültig zerstritten].
**

Auch eine Möglichkeit: Magritte und Nougé haben eine, ihnen selbst im Laufe der Zeit aufgefallene,
mögliche Lesart der Pipe 1946 endlich auch als Bild nachgereicht – denn eine eindeutige Deutung des Ausgangs-Bildes kann nicht im Interesse von Magritte gewesen sein.



Jacques Roisin, Ceci n'est pas une biographie de Magritte, Alice, 2. Februar 1999, 231 S.
**  Joël Goffin, "Magritte-Nougé", Que faire? n°4 (éd. Samsa - isbn: 978-2-87593-410-9), Juni 2022,
Als PDF online hier
Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
25.12.2023
Heilige Maria, weinend

Kunstpfeil_73_1 von A.R. Penck, fotografiert von Hannes Kater
Das ist kein Penck, aber aus seinem Bild "Die Zukunft des Emigranten" von 1983 generiert
[Version 1.1]
Eine heilige Maria Magdalena im Stil, und somit auch dem Vokabular, von A.R. Penck: die unbekleidete Maria hat eine Kreuz-Hand und eine Buch-Hand – und das lange Haar ist auch angedeutet...

Vorlage war Pencks Bild "Die Zukunft des Emigranten" (Kunstharz auf Leinwand, 1983), das ich als
Kunstpfeil_73_1
hier im Blog am 29.11.2023 vorgestellt habe.



Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
 
*  Maria Magdalena ist laut dem
Johannes-Evangelium sogar
die erste, die dem wiederaufer-
standenen Jesus begegnet
sein soll.
22.12.2023
Heilige Maria, weinend

LP 2042 - Lieblingspfeil Nr. 20342 von Hannes Kater
LP 2042 - Lieblingspfeil Nr. 20342 von Hannes Kater
Giuseppe Maria Crespi: Büßende Magdalena (Details), 96 cm x 75 cm, um 1730
Giuseppe Maria Crespi malte um das Jahr 1730 diese heilige Maria Magdalena, die mit "Maddalena penitente" benannt ist – und als ich das Bild in Bologna sah, fand ich es anrührend und bizar zugleich, weil ich meinte eine Frau zu sehen, die ein Kreuz sorgend und beschützend wie ein Baby hält... ich das Kreuz also Platzhalter für ein Kind, ein Baby-Jesus, interpretierte.

Tja... "penitente" bedeutet büßend und nicht trauernd... und so ist die Ikonografie hier, mit dem christlichen Kreuz, das seine Bedeutung doch eigentlich erst nach der Kreuzigung von Jesus bekommen haben kann, für mich so wenig stimmig, dass ich das Bild falsch interpretierte.

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, ist der
Einsatz des Kreuzes als Attribut der büßenden Magdalena, schließlich hat Jesus sie erkannt, geheilt, bzw. erlöst und dann erleuchtet... und sie wurde dann seine Begleiterin und Zeugin seiner Kreuzigung und Auferstehung* – wieso musste sie nach seinem Tod noch Buße tun? Ihre Wandlung hatte doch vorher stattgefunden und das Kreuz konnte ja nur ein bildliches Attribut werden, nachdem Jesus am Kreuz gestorben war?

Offensichtlich geht es nicht um eine historisch richtige Einordnung und Darstellung des Zeitpunkts der Buße von Maria Magdalena – auch Bücher waren zu ihren Lebzeiten nicht zur Hand, schon gar keine Bibel...

Die reuige Magdalena wird "während ihrer Meditation" in der Höhle mit den drei typischen Attributen dargestellt: dem Kruzifix, "vor dem" sie betet, was sie doch eigentlich kosend im Arm hält, einem Buch und einem Totenkopf, dem Symbol der Eitelkeit und der Vergänglichkeit – Buch und Totenkopf sind außerhalb des hier gezeigten Bildausschnitts... und liegen auch eher beiläufig am Rand.

Ein weiteres Attribut, bzw. Kennzeichen, der Magdalena, neben der ihr nachgesagten Sinnlichkeit, waren ihre langen roten Haare, mit denen sie Jesus einmal die Füße getrocknet haben soll.

Sigmar Polke: Aufschwung Ost – Kunstpfeil_79, fotografiert von Hannes Kater
Giovanni Francesco Barbieri genannt Guercino: Die büßende Magdalena (Ausschnitt), 118,5 x 96,5 cm, 1645
Das gleiche Motiv, aber 85 Jahre früher gemalt: eine büßende Magdalena von Giovanni Francesco Barbieri, genannt Il Guercino.

Auch hier kommt das Kreuz, als Attribut, an die entblößte Brust... und mit der anderen Hand wird ein Buch gehalten.

Die Auslegungen, wie das Buch zu interpretieren sei, divergieren: manche Deutungen gehen bei dem beim Bildtypus "büßende Magdalena" auftauchenden Buch davon aus, dass es DIE Bibel sei, andere, dass es sich um EIN Buch handle, was dann nicht unbedingt für Wahrheitssuche und Belesenheit stehen muss, sondern auch für falsches und ablenkendes Buchwissen stehen kann, schließlich sieht man die Magdalena nie in dem Buch lesend...


Ab dem 17. Jahrhundert war das Thema der Maria Magdalena als Büßerin besonders beliebt.
** Oft wird sie dann nur halb bekleidet mit entblößten Brüsten dargestellt, die Figur der Magdalena wurde zunehmend überlagert und gleichgesetzt mit einer Sünderin aus anderen Texten und Zusammenhängen – und im Mittelalter mischten sich Motive der Maria von Ägypten, einer Büßerin und ehemaligen Hure, mit in die Vorstellung von der heiligen Maria Magdalena.

So kam es zu den erotischen Darstellungen rothaariger Frauen mit langem offenen Haar, die zudem oft auch eine ausgeprägte Emotionalität an den Tag legten.



 
**  Es gab auch Darstellungen der Maria Magdalena als Augenzeugin der Kreuzigung, am Grab, Jesus die Füße salbend und bei der Wiederauferstehung (Noli me tangere – aus dem griechischen falsch mit "Berühre mich nicht" übersetzt, statt richtig mit "Halte mich nicht fest").
Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
WeitereKunstpfeile:
21.11.2023 – Kunstpfeil_78
13.11.2023 – Kunstpfeil_77_1
08.11.2023 – Kunstpfeil_77
11.10.2023 – Kunstpfeil_76
04.10.2023 – Kunstpfeil_75
28.09.2023 – Kunstpfeil_74
19.09.2023 – Kunstpfeil_73
04.09.2023 – Kunstpfeil_72
29.08.2023 – Kunstpfeil_71
03.08.2023 – Kunstpfeil_70
29.06.2023 – Kunstpfeil_69
[...]
21.12.2023
Kunstpfeil_79

Sigmar Polke: Aufschwung Ost – Kunstpfeil_79, fotografiert von Hannes Kater
Sigmar Ploke: "Gemeinschaftswerk Aufschwung Ost", Kunstharzlack auf Polyestergewebe, 300 x 225 cm, 1992, Hamburger Bahnhof, Berlin
So viel Alchemie und Bürokratie in einem Bild, bzw. Bildobjekt... ein Polke mit einem verpfeilten "A" wie "Aufschwung".


Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
20.12.2023
Lieblingspfeile

LP 2043 - Lieblingspfeil Nr. 2043 von Hannes Kater
LP 2043 - Lieblingspfeil Nr. 2043 von Hannes Kater
2011 im Ahrntal / Südtirol fotografiert
Lieblingspfeil Nr. 2043
Besetzte Pfeilbahn

Da hat jemand nicht an die Kraft der Pfeilbahn geglaubt und hat eine zusätzliche Pfeilspitze auf die um die Ecke biegende Pfeilbahn gesetzt – da aber weder die Ausrichtung, noch die Farbe, der reduzierten Dreieickspfeilspitze annähernd stimmt, führt die nachträglich hinzugefügte Pfeilspitze eher zu Irritationen, als das sie hilft, sich besser zu orientieren.





Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
Texte irgendwo online gefunden...
19.12.2023
Kombinatorik...

Zwei Bilder von Gerhard Richter mit fotografierenden Besucher in der Neuen Nationalgalerie in Berlin, 2023 fotografiert von Hannes Kater
DIY-Werbung im Schaufenster von idee, einem Laden in Berlin, Wilmerdorf, 2023 fotografiert von Hannes Kater
Oben: zwei Bilder von Gerhard Richter mit fotografierenden Besucher in der Neuen Nationalgalerie in Berlin. Unten: DIY-Werbung im Schaufenster von idee, einem Laden in Berlin, Wilmerdorf
Kombinatorik I

"DIY : abstrakte Bilder mit Acrylfarben" – ist eine Werbung im Schaufenster des Creativmarkts [mit "C"] idee [klein geschrieben].

DIY beschreibt den "Trend, Dinge wie Möbel, Lampen, Schmuck, Accessoires, etc. eigenständig anzufertigen... statt von der Stange zu kaufen."*

Und das ist ein "ungebrochener Trend. Ob Häkeln, Stricken, Nähen oder Backen –
durch das Selbermachen wird jeder zum Künstler. Der Reiz besteht hauptsächlich darin, etwas Eigenes und Individuelles zu schaffen."*


Schon klar: das mit den 4900 Farben von Gerhard Richter zu koppeln... ist irgendwie auch kleingeistig. Oder kleinmütig?

Lustig: die – eigentlich drei – Bilder von Richter haben nur je 25 x 25 Farbfelder – aber vielleicht stimmt ja auch der online [vom RBB] kolportierte Titel nicht? Wobei: im Online-Werkverzeichnis von Richter gibt es eine Arbeit, die 625 Farben heißt, nur ist das ein Kirchenfenster... aber vielleicht ist das Werkverzeichnis nicht auf dem aktuellsten Stand?


"Unter dem Strich ist DIY ein sehr vielfältiges
Hobby für kretive Menschen. Es eröffnet eine Welt, in der man seinen Ideen freien Lauf lassen kann und in die Tat umsetzt."*


Aber:
DIY ist "eine zentrale Haltung und Konzept im Punk und im Hardcore".
Es ging und geht um Unabhängigkeit von Musikindustrie – nennen wir es doch mit Ardorno Kulturindustrie – und vom Kommerz.

Hach...




Taschenrechner im Dialog mit Einladungskarte, um 2000 analog fotografiert von Hannes Kater
Taschenrechner im Dialog mit Einladungskarte. Villa Minimo, 2000 (oder 2001), Hannover
Kombinatorik II

Noch analog fotografiert: eine Ausstellungseinladung, ein Taschenrechner, eine Kitschpostkarte und mehr am Fenster der Villa-Minimo-Küche
* im Jahr 2000 oder 2001 in Hannover.

Mir gefiel die kobinatorische Zusammenstellung des
Rasters des Motivs der Ausstellungseinladung mit den Tasten des Taschenrechners, dessen zwei orangenen Löchtasten, "C" und "AC", von der orangenen Schrift des "Bitte nicht stören!" einer weiteren Einladungskarte unterstützt werden.

Das Scannen der Kleinbild-Diafilme war meist frustrierend
**, weil die Scan-Ergebnisse in der Regel lausig waren... nach den optimalen Bedingungen an der Kunsthochschule Braunschweig mit der Digitalen Werkstatt, wo ich oft auch Nachts ungestört arbeiten konnte, ein echter Rückschritt.




Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
Eine Atelierwohnung in der "Villa Minimo" war / ist Teil des "Preis des Kunstverein Hannover", also ein Stipendium...
**  Wobei die Ergebnisse, die mit einem, für mich so eben noch bezahlbaren, Diascanner bei mir im Atelier zu erzielen waren, immer noch weit besser ausfielen, als die automatisch erstellten Scans beim Entwickeln der Dia-Filme, die dann, wenn man das als Service geordert hatte, in den Fototüten mit drin lagen..,
Hannes Kater – bearbeitetes Foto mit so was wie einem Dreiecks-Nimbus, 2023
Ddigital gedrehter – und etwas nachbearbeiteter – Dreieckspfeil, vgl. mit dem Eintrag vom 11.12.2023
18.12.2023
Kein Dreiecks-Nimbus

LP 2042 - Lieblingspfeil Nr. 2042 von Hannes Kater, 2023 fotografiert von Hannes Kater
Am Bahnhof von Stettin, Polen
Lieblingspfeil Nr. 2042
Reduzierter Dreiecksspitzenpfeil

Ein- und Ausgangstür mit Pfeilen, die weniger eine Richtung weisen, als dabei helfen sollen, die Glasscheiben der Türen des Stettiner Bahnhofs wahrzunehmen, damit man nicht gegen sie läuft. Bei anderen Gelegenheiten werden in solchen Fällen gerne stilisierte Umriss-Darstellungen von Vögeln auf die Glasflächen geklebt...





Im Kreuz-Raster, 2023 fotografiert von Hannes Kater
Im Kreuz-Raster vor einem Haus in Berlin, Prenzlauer Berg
Selbst mit Kreuz – Spiegelung neulich in leeren Plakathaltern auf einer Schaufensterscheibe in Berlin, Prenzlauer Berg.






Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
 
LP 2041 - Lieblingspfeil Nr. 2041 von Hannes Kater
Detail aus der Abbildung links
Lieblingspfeil Nr. 2041
Doppelpfeil aus 2 halben Pfeilen
Um den Austausch, das Hin und Her, platzsparend anzeigen, also die beiden Pfeilbahnen dicht übereinander setzten, zu können, wurde hier mit halben Pfeilspitzen gearbeitet, also auf die jeweilige Pfeilspitzenhälfte verzichtet, die der jeweils anderen Pfeilbahn nahe gekommen wäre.
Weil ich die Drehrichtung des dargestellten Prozesses umgedreht, und somit nicht nur den katalysatorischen Gewinn auf die zukunftsorientierte rechte Seite gebracht, sondern auch die Drehrichtung der des LP 2040 angepasst, habe, nenne ich den Beitrag Katerlyse...
Vgl. auch mit einem umge-
arbeiteten Mark Lombardi
16.12.2023
Katerlyse*

LP 2041 - Lieblingspfeil Nr. 2041 von Hannes Kater
Übergangsmetallkatalyse am Beispiel des SHOP-Prozesses, bei dem sich die katalytisch
aktive Spezies unter Abspaltung des Cyclooctadien-Liganden aus dem Nickel-Diphenylphosphinoessigsäure-COD-Komplex bildet, allerdings hier linksdrehend dargestellt.
Der erste Schritt der homogenen Übergangsmetallkatalyse ist die Bildung der aktiven Spezies aus dem Prä-Katalysator. Am eigentlichen Katalysator erfolgt im zweiten Schritt die oxidative Addition eines Substrats unter Änderung der Oxidationsstufe des Katalysatormetalls. In einem weiteren Schritt komplexiert ein weiteres Substrat die katalytisch aktive Spezies. […] Durch Umlagerung und anschließende reduktive Eliminierung des gebildeten Produkt unter Freisetzung des ursprünglichen Katalysators wird der katalytische Zyklus geschlossen.
Als Katalyse – und nicht als Katerlyse – (griechisch katálysis: Auflösung, Abschaffung, Aufhebung) wird die Veränderung der Reaktionsgeschwindigkeit einer chemischen Reaktion durch Beteiligung eines Katalysators bezeichnet.

Benjamin List, Chemie-Nobelpreis 2021:
"Wenn Sie zwei Moleküle zur Reaktion bringen wollen, müssen Sie Energie hineinstecken, etwa indem Sie diese erhitzen. Oder Sie nehmen einen Katalysator. Solch ein Stoff senkt den Bedarf an Energie deutlich herab. Ein katalytisch wirksames Molekül ist im Prinzip in der Lage, unendlich viele neue Moleküle zu erzeugen. Es wird
nicht verbraucht, sondern kann theoretisch immer wieder verwendet werden. Ich sage deshalb immer, die Katalyse ist ein Molekül entfernt von Magie. […]

Herkömmliche Katalysatoren beinhalten Metalle [Beispiel links], bei der
organischen Katalyse verwenden wir hingegen Moleküle, die aus den Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel und Phosphor aufgebaut sind. Damit ähneln sie Enzymen, vor denen es in lebenden Zellen nur so wimmelt. […]

[Als Chemiker argumentiert List, anders als Biologen oder Physiker:]
Leben ist supramolekulare, sich selbst organisierende Chemie."




Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
 
15.12.2023
Lieblingspfeile

LP 2040 - Lieblingspfeil Nr. 2040 von Hannes Kater
Deckel einer Olivenölflasche
Lieblingspfeil Nr. 2040
Waffenpfeile als Ornament

Gleich vier Pfeile zeigen hier die Richtung an, in die der Deckel einer Olivenölflasche zum Öffnen gedreht werden muss.

Dass es hier weniger um die Information zur obligaten Drehrichtung geht, sonder um eine durch Design vermittelte
Retro-Anmutung – die Pfeile sind mit einer stilisierten Befiederung versehen, die zudem den ornamentalen Charakter der Pfeile verstärken – die wohl Werte wie "Verlässlichkeit", "Tradition" und "authentischer Kleinbetrieb" aufrufen soll, liegt nahe, weil es sich hier um ein ziemlich teures Öl aus einer Biomarktkette handelt, dass zudem auch "neu im Sortiment" ist, sich also irgendwie von den bereits bekannten Produkten abheben muss.

Vgl. auch mit LP 1244.


Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
 
14.12.2023
Lieblingspfeile

LP 2039 - Lieblingspfeil Nr. 2039 von Hannes Kater
Ladenrollo in Pisa, Italien
Lieblingspfeil Nr. 2039
Verpfeilte Apfelkontur

Weil "beapp" in Pisa hauptsächlich
generalüberholte Apple-Geräte verkauft, macht ihr Firmen-Logo, was sowohl an den Apple-Apfel, als auch an einen zweistufigen Recycling-Kreislauf erinnert, durchaus Sinn.





Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
 
Auftragstext [zu der Zeichnung links]
Ver Architekten sitzen in London an einem Besprechungstisch. Sie diskutieren darüber, wie sie ein Problem bei einem Gebäudeentwurf lösen können, an dem sie gerade arbeiten. Das Problem scheint darin zu bestehen, wo man eine Öffnung hoch oben in der Wand eines Labors anbringen kann, so dass bestimmte Geräte durch die Öffnung passen, ohne die anderen Teile der Gebäudestruktur zu behindern.

Der ältere und erfahrenere Architekt, den ich Grün nenne, hat gerade einen Vorschlag gemacht, und seine Hand ruht auf dem Tisch mit dem Stift in der Hand, während sie über ihr Problem nachdenken. Es herrscht eine Sekunde lang Schweigen, und dann zeigt der links von ihm sitzende Architekt, den ich Rot nenne, mit dem Stift in der rechten Hand auf die Schlüsselstelle im Plan des Gebäudeentwurfs und sagt: "Das ist nicht gut, denn die Öffnung über der Tür ist eigentlich hier." Und während er spricht, hebt sich seine Hand etwa 20 cm vom Papier ab, und dann zeichnet er mit der Stiftspitze ganz schnell ein kleines, grobes Quadrat in die Luft, das die Öffnung sein muss, von der sie sprechen. Das Quadrat ist auf jeder Seite etwa 10 cm groß, aber es ist schwer, es als regelmäßige Form zu bezeichnen, weil es so schnell gezeichnet wird und nur etwa 2 Sekunden dauert, während die anderen darauf warten, zu sprechen und weitere Zeichnungen auf den auf dem Tisch ausgelegten Papierblättern anzufertigen.

Das Gespräch dauert etwa eine Minute, alle vier Architekten sehen sich die Pläne an, und die Maße werden besprochen. Blau sitzt auf der anderen Seite des Tisches und hat seinen Arm in einem Gipsverband und einer Schlinge, aber er kann mit seiner linken Hand auf dieselben Stellen auf den Plänen zeigen, während er sehr ruhig und leise spricht. Grün zeichnet noch ein bißchen mehr auf das Papier, was ich für eine neue Idee für die Öffnung in der Wand halte. Am Ende lacht Lila, der neben Rot sitzt, und sagt: "Das gefällt mir sehr!" – Violett ist vielleicht kein Architekt, aber ein Ingenieur, der sich mit Bauwerken auskennt und daher eine Meinung hat, die für die anderen nützlich ist.

Die Details der Pläne und des Gebäudes, das sie zu bauen hoffen, sind mir nicht ganz klar, denn ich bin kein Architekt. Aber die Art und Weise, wie Red seine Aussage in die Luft gezeichnet hat, ist faszinierend, so als ob er ein transparentes Modell anfertigen würde, das alle betrachten können. Vielleicht kann er nur so sicher sein, dass die Leute verstehen, was er sagt.
12.12.2023
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Auftragszeichnung vom 11.10.2010 von Hannes Kater
Auftragszeichnung vom 11.10.2010 – im Zeichnungslog mit englischem Auftragstext
… are you the "Hannes Kater" mentioned in Contemporary Art papers?

Irgendwann, nach bestimmt 30 Spam-Mails von academia.com, die genau so angefangen hatten, habe ich dann doch mal auf den Link gekllckt und staunte nicht schlecht, als ich tatsächlich, ohne irgendwas bezahlen zu müssen, ein sehr brauchbares PDF von dem, mir bis dahin unbekannten, englischen Zeichner Claude Heath [eingeschränkt] lesen – aber natürlich nicht herunterladen – konnte, der
eine Zeichnung von mir [siehe Abb. links] in seiner Arbeit "Making Space for Interaction: Architect's Design Dialogues" im Jahr 2013 veröffentlicht hat.

Claude Heath hatte sich, ohne darauf hinzuweisen, dass er das Ergebnis veröffentlichen und kommentieren wollte, bei mir per Email gemeldet und mir einen Text zu einer gemeinen Auftragszeichnung* geschickt, die ich dann auch am 11.10.2010 bei mir online gestellt habe

Sinngemäß schreibt Heath [auf Englisch] in seinem Paper dazu:
Notation, die in Zeichnung über geht, wird von Künstlern erforscht, die sich im Grenzbereich zwischen Kunst und symbolischer Darstellung bewegen. […] Hannes Kater fertigt Auftragszeichnungen nach Textvorlagen an, wobei er die Originalzeichnung bebehält, aber eine gescannte Version kostenlos zur Verfügung stellt.

Kater entwickelt sein System kontinuierlich weiter, um jede Situation zu beschreiben, die ihm vorgelegt wird, wobei er eine Reihe idiosynkratischer [… nur von einer einzelnen Person oder einer kleinen Gruppe verwendeter] ikonografischer Symbole verwendet, die er Darsteller [englisch Performer] nennt, darunter Qualifizierer [?], Pfeile verschiedener Art und die Nummerierung von aufeinander folgenden Ereignissen.

[…] Die "negativen" blauen Symbole [-nicht meine Bedeutungsbelegung!] beziehen sich auf die Figur in der rechten unteren Ecke. Dies ist der Protagonist oder "Kunde", der Beobachter des Gesprächs der Architekten. Unterhalb dieser Figur befindet sich ein Feld oder Raster, das sich auf die "Bedeutungssphäre" bezieht und Veränderungen in ihrer Struktur aufzeigt.

[…] Kater verwendet Pfeile nicht, um Zeigebewegungen darzustellen, sondern als Metaphern für den Fluss von Ideen, die zwischen Menschen weitergegeben werden und folglich aus einer Kette von Handlungen mehrerer Personen entstehen.
Tageszeichnung für den 17.11.2010 von Hannes Kater, veröffentlicht im Zeichnungslog
Tageszeichnung für den 17.11.2010 im Zeichnungslog
Zeichnung mit geschlossenen Augen – Tageszeichnung vom 17.11.2010
In ihrer Erfindungsgabe […] profitiert die Zeichnung von Kater von einer doppelten Freiheit von der Theorie der menschlichen Interaktion und von Transkriptionen von Sprache.

Die oben beschriebenen Zeichnung des Künstlers ist nach einer Auswahl aus einem größeren Pool von Informationen und Wahrnehmungen konstruiert und können auf der Verfolgung bestimmter Körperteile durch Raum und Zeit oder auf bestimmten Bewegungen oder dem Fluss der Kommunikation basieren.

Über diese Auswahl hinaus sind die Darstellungen jedoch nicht weiter strukturiert, und die Linien, aus denen sich die Darstellungen zusammensetzen, haben die Tendenz, sich schnell zu einem Grad zu verdichten, bei dem es schwierig ist, die einzelnen Elemente zu entwirren. Darüber hinaus überlagern sie absichtlich zeitliche und räumliche Verschiebungen in einem Bild, so dass zwei Linien sehr unterschiedliche Kontexte und Quellen haben können, z.B. wenn die Kameraposition, die Einstellung und die Bewegungen der Akteure häufigen und schnellen Veränderungen unterliegen.

Heath hat, soweit ich das sehen konnte, den an mich geschickten Text nicht nur nicht veröffentlicht, sondern das Ergebnis auch nicht mit mir diskutiert oder mich um eine Stellungnahme gebeten.
Schade.






Auch schade: Heath ist auch bekannt für
blindes Zeichnen, also für ein Zeichnen mit verbundenen, bzw. geschlossenen, Augen – da musste ich sehr an mein Zweihandzeichnen [PDF hier] denken, bei dem ich die zweite Hand beim blinden Zeichnen dazu nutze, mich auf dem Papier zu orientieren, wenn ich den Stift abhebe und versetze. [Siehe Abb. rechts]

Eine Reihe von Zeichnungen mit geschlossenen Augen habe ich auch vom 12.11.2010 bis zum 07.12.2010 online gestellt.









Hannes Kater – Detail eines Fotos vom Zeichenvorgang einer Zweihandzeichnung
Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
 
11.12.2023
Nimben

Baccio und Piero Pontelli : "Die Hoffnung" [Detail], Intarsien-Arbeit (Detail), Pisa 1474 - 1475 - Foto von Hannes Kater
Baccio und Piero Pontelli : "Die Hoffnung" [Detail], Intarsien-Arbeit, Pisa 1474 - 1475
Selten: ein aus 8 konkaven Bögen gebildeter Nimbus.

Die Intarsien-Arbeit (Detail) "Die Hoffnung" (mit dem Blick zum Himmel) ist eine von den drei Tugenden – des Glaubens, der Hoffnung und der Nächstenliebe –, die das Gestühl "per mostra per fare lo choro" (zur Aufstellung vor dem Chor) schmückten, die als Probearbeit für weitere Aufträge von den Brüdern Baccio und Piero Pontelli zwischen April 1474 und März 1475 in Pisa ausgeführt wurde.





Francesco Francia: Padre Eterno benedicente (Detail), 65 x 72 cm, ca. 1508 – Foto von Hannes Kater
Francesco Francia: Padre Eterno benedicente (Detail mit Rahmen), 65 x 72 cm, ca. 1508
Basis des Nimbus-Dreiecks parallel zur Augenachse Basis des Nimbus-Dreiecks parallel zum Horizont
Kopf gerade ausgerichtet Nimbus-Dreieck annähernd gleichschenklig
Ein dreieckiger – und zudem sogar angeschnittener – Nimbus!*

Francesco Raibolini genannt Francia
Padre Eterno benedicente
65 cm x 72 cm, um 1508

Lustig: der Nimbus scheint den Kopf zu verpfeilen... die Wirkung pendelt zwischen einem eher schützenden und abschließenden Hut – und einem öffnenden Verweis nach oben, einer Verbindung mit dem Universum [außerhalb des gerahmten Bildes].

Auf der Website der Pinacoteca Nazionale Bologna wird das Bild als "Cimasa des Altarbildes mit der Verkündigung und den Heiligen Johannes dem Evangelisten, Franziskus, Bernardino und Georg" vorgestellt.

Unter einer Cimasa versteht man, laut der italienischen Wikipedia, ein Komplex von Gesimsen, die der "Bekrönung eines architektonischen Elements" dienen.
So ist zu vermuten, dass die kleine Tafel mit dem Padre Eterno, dem "ewigen Vater", also Gott, über einem Altar platziert war...


Übersetzter Text von der Bildlegende: "Höchstwahrscheinlich diente das kleine Bild als Studie für das hier im Museum daneben hängende Gemälde der Annunciata [La Vergine annunciata fra i santi Girolamo e Giovanni battista, um 1505-1510], das ebenfalls aus der Kirche von Thame [in Bologna] stammt. Obwohl es sich um ein fein gemaltes Werk handelt – erkennbar an der Ausführung des Gesichts und der Haare – legen stilistische Eigenheiten nahe, dass Francia für die Ausführung Assistenten hinzugezogen hat."

Allerdings ist sind die Blickrichtungen, die Frisuren und die Nimben der männlichen Protagonisten im großen Bild gänzlich anders. Wie überhaupt fast alle Gesichter in den anderen offiziellen Bildern von Francesco Francia
deutlich anders gemalt sind. Und es gibt keinen einzigen vergleichbar flächig und deckend ausgeführten runden (oder dreieckigen) Nimbus...


Mit den 4 kleinen
Varianten links habe ich untersucht, wie die Ausrichtung des dreieckigen Nimbus und des Kopfes die Wirkung der Kopf-Nimbus-Kombination beeinflusst.**

Vgl. auch mit LP 073 und mit dem Eintrag Pfeilosophie I.



Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
Die wenigen Belege für dreieckige Nimben, die ich im Netz gefunden habe, deuten die dreieckige Form als Auszeichnung, die den drei göttlichen Inkarnationen Gottvater, Sohn (Jesus) und Geist Gottes (Heiliger Geist) vorbehalten ist.
Vgl. auch mit: Auge Gottes, auch Auge der Vorsehung oder allsehendes Auge.
Dabei handelt es sich um ein Symbol, das in der Regel als das allsehende Auge Gottes interpretiert wird und meist so aussieht, wie ein von einem Strahlenkranz gefasstes Auge, welches von einem Dreieck eingeschlossen wird.
**  Die einfachste geometrische Form, die Dreifaltigkeit bildlich zu symbolisieren, ist das Dreieck.
In den dreieckigen Nimbus des Bildes links wurden zusätzlich die Buchstaben ["P"], "F" und "S" eingestragen: P = "Pater" (eigentlich nicht zu sehen in der oberen Spitze des Dreiecks, verdeckt durch den Rahmen und den von ihm geworfenen Schatten), F = "Filius" (an der Basis des Dreiecks links) und S = "Spiritus" (rechts unten im Nimbus).
Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
 
08.12.2023
Lieblingspfeile

LP 2038 - Lieblingspfeil Nr. 2038 von Hannes Kater
LP 2038 - Lieblingspfeil Nr. 2038 von Hannes Kater
Firmenlogo auf Transporter. fotografiert in Berlin
Lieblingspfeil Nr. 2038
Verpfeiltes "I"

Ein zweifach, also nach oben und nach unten, verpfeiltes "I", wobei der nach oben weisende orangefarbige Pfeil als I-Punkt interpretiert werden könnte – wenn nicht die Höhe und Anmutung des eigentlich grossen "I's" dagegen sprechen würde...

Die Firma "Kesting" nennt sich "Umweltsanierungsbetrieb", bietet aber in erster Linie das "stationäre und mobile Sandstrahlen" an – und solchen Service braucht man zur Reinigung von Fassaden, also zur Entfernung von Graffiti... oder auch Altanstrichen.



Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
Das "Sezione die" konnte ich rekonstruieren, als ich den entzifferbaren Text in eine Suchmaschine eingegeben habe...
07.12.2023
Schriftnahe Grafiken IV

Schriftnahe Grafiken IV - Foto von Hannes Kater
Überklebte Tafel an einem ehemaligen (?) Eingang eines Gebäudes des INGV, des Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia, Sezione Pisa
Überklebte Schrift – und trotzdem nicht ganz ausgelöscht: durch eine digitale Bildbearbeitung konnte ich fast alles wieder lesbar machen: Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia [Sezione di*] Pisa, also Nationales Institut für Geophysik und Vulkanologie [Sektion] Pisa

Schön ist, wie hier jederzeit die Schrift präsent, also spürbar, bleibt, obwohl, wenn man auf der Straße an der Tafel vorbei kommt, sie nicht mehr lesbar ist.




Vgl. auch mit:
Schriftnahe Grafiken III: 01.08.2023
Schriftnahe Grafiken II: 08.05.2018
Schriftnahe Grafiken I: 16.04.2018

Keine Textauslöschung: 05.11.2021



Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
Peter Handke:
Die Ballade des letzten Gastes. Berlin 2023
Siehe auch: Der Pfeil in Texten – hier sammle ich Texte, in denen das Wort "Pfeil" exemplarisch eingesetzt wird.
**  Gerrit Bartels in: Wörter wie Bilder betrachten: Peter Handkes neues Buch „Die Ballade des letzten Gastes“ in Tagesspiegel 2023.10.31
06.12.2023
Zusammenhanglosigkeit verweigern

Detail: Lippo Memmi: Polyptychon. Madonna mit Kind – zwischen dem Heiligen Johannes dem Evangelisten, Matthias, der eine Stifter präsentiert, Stephanus und Thomas. In den oberen dreieckigen Aufsätzen: Christus segnet zwischen Paulus, Petrus, Jesaja und einem Propheten. Anfang 14. Jahrhundert. Nationalmuseum von Sam Matteo, Pisa. Foto von Hannes Kater
Detail: Lippo Memmi: Polyptychon. Madonna mit Kind – zwischen dem Heiligen Johannes dem Evangelisten, Matthias, der eine Stifter präsentiert, Stephanus und Thomas. In den oberen dreieckigen Aufsätzen: Christus segnet zwischen Paulus, Petrus, Jesaja und einem Propheten. Anfang 14. Jahrhundert. Nationalmuseum von Sam Matteo, Pisa
1
Handke zitiert einmal aus Grillparzers „Armer Spielmann“ den Satz „Ich zitterte vor Begierde nach dem Zusammenhang“ [Und] darum geht es letztendlich in der Ballade des letzten Gastes:* um den Zusammenhang. Um Augenblicke eines Lebens, die mit vielen anderen in Verbindung gebracht werden, um die Dinge und die Welt um einen herum, die jedwede Zusammenhanglosigkeit verweigern.**

2
Handke über Bilder:
[bzw. Bildkonzepte eines Schreibenden]
Nur keine Bilder, und vor allem keine festumrissenen! Und wenn er doch dann und wann etwas Bildartiges witterte, das ihn gleichsam hinterrücks anzufliegen drohte, tat er, in seinem Innern jedenfalls, einen Seiten- und Ausweichschritt wie auf einer Tanzfläche oder in einer Arena, und vorbei schoß der Bildpfeil.*


Bild (Ausschnitt)
Der heilige Thomas links (der im Museum in der Bildlegende erwähnt wird) könnte der Hl. Thomas von Aquin (*1225 †1274) sein, der oft mit einem Buch in der Hand dragestellt wurde.

Schön, wie hier das
Buch einen eigenen Nimbus – mit schwarzen Strahlen! – hat, noch schöner, wie der dunkle Umhang sich über dem Buch noch einen Spalt weit öffnet und so den Nimbus unterstützt und zugleich auch eine dreieckige Anmutung (Auge der Vorsehung/Auge Gottes) gibt.



Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
GY9,5 Sockel 800W / 230V
05.12.2023
Umbau meiner Overheadprojektoren

Umgebauter Overheadprojektor von Hannes Kater, Technik: Arno Wolf
Overheadprojektor (Baujahr um 1972)mit GY9,5 Sockel Halogenlampe. Foto von Hannes Kater
Oben: neu eingebaute LED, die in etwa der Lichtleistung entspricht, die die vorher verwendeten Halogenlampen erreichten. Unten: noch nicht umgebauter Projektor mit Halogenlampe und großem Ventilator
Innenleben eines von Halogenlampen auf LED umgebauten Prototyp eines umgebauten Overheadprojektors.

Die alten Halogenlampen
* werden eigentlich nicht mehr produziert und waren nicht nur teuer und kurzlebig, sondern verbrauchten auch sehr viel Strom: man konnte nur 3 dieser Projektoren an eine normale 16 Ampere Haushaltssicherung hängen; für den Einsatz von 15 Projektoren brauchte man also 5 unabhängige Stromkreise, was nicht immer einfach zu organisieren war.

Ein unvermeidlicher Nebeneffekt beim Einsatz vieler Overheadprojektoren war immer auch das Aufheizen des Ausstellungsraums durch die Abwärme der irre heiß werdenden Halogenlampen.

Nun hat Arno Wolf
zwei meiner Geräte umgebaut und ich kann wieder – und umweltschonender – große Installationen mit bis zu 17 Projektoren realisieren – und meine bisherigen Ansätze – siehe u.a. Projekt 03, Projekt 47, Projekt 50 und Projekt 64 – weiterentwickeln.





Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
... in der LAS Art Foundation
04.12.2023
Lieblingspfeile

LP 2037 - Lieblingspfeil Nr. 2037 von Hannes Kater
Detail eines interaktiven Bildschirms /Interface
Lieblingspfeil Nr. 2037
Animierte Pfeile mit Glitch

Detail einer Bildschirmanzeige auf einem der vielen Monitore in der Ausstellung NOX von Lawrence Lek* [siehe auch Eintrag vom 01.12.2023], das ich mit dem Smartphone abgefilmt – und dann in ein animiertes Gif umgewandelt habe... auch, um ein wenig Glitch in die Animation zu bekommen.





Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem Dezember 2023
Light Art Space [LAS] Art Foundation ist eine "Berliner Kunstplattform an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Wissenschaft", die 2019 in Berlin gegründet wurde und jetzt für die nächsten 10 Jahre das Gebäude, wo zuletzt Karstadt-Sport (am Zoo) beheimatet war, gemietet hat. Wie die sich finanzieren, erschließt sich mit einer normalen Recherche nicht...
01.12.2023
Lieblingspfeile

LP 2036 - Lieblingspfeil Nr. 2036 von Hannes Kater
LP 2036 im Kontext - Lieblingspfeil Nr. 2036 von Hannes Kater
Eingang zur LAS Art Foundation, Berlin
Lieblingspfeil Nr. 2036
Pfeil mit Glitch

Im Unterschied zum Bug ist ein Glitch kein Programmierfehler, sondern ein Bildausspielfehler, also ein, auf einem Bildschirm / Screen sichtbarer, (temporärer) Darstellungsfehler, eine kleine Bildstörung.

So einen Glitch scheint mir dieser Hinweispfeil zu zitieren, um auf den Eingang einer Ausstellung von Irgendwas mit Multimedia, AI-generiert und interaktiv hinzuweisen:
die LAS
* zeigt in den ehemaligen Räumen von Bilka und Karstadt-Sport am Kranzlereck in Berlin, also in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Zoo, eine Ausstellung von Lawrence Lek mit dem Titel NOX.




Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem November 2023
… das sind die ehemaligen Potsdamer Platz Arkaden. Der Name ist ein Hybrid aus "Play" und "Place" und bestenfalls albern.
30.11.2023
Lieblingspfeile

LP 2035 - Lieblingspfeil Nr. 2035 von Hannes Kater
Ein Aus- und Eingang zum S-Bahnhof Potsdamer Platz, Berlin
Lieblingspfeil Nr. 2035
Reduzierte Dreiecksspitzenpfeile

Reduzierte Dreiecksspitzenpfeile, die einen, wenn man auf das untere Ende der Treppe zu läuft, den Weg nach oben – "Hier entlang zum Potsdamer Platz und The Playce*" – weisen.

Da die, an den Treppenstufen angebrachten, Texthinweise relativ klein sind, werden, wenn man sich Treppe durch den langen Gang langsam nähert, in erster Linie die Dreieckspfeile wahrgenommen – und die sorgen, zusammen mit den eingesetzten Farben, in erster Linie dafür, dass dieser Ausgang etwas weniger trist aussieht.



Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem November 2023
Als Punzen werden in der Typo-grafie, normaler Weise, die nichtdruckenden Innenflächen eines Buchstabens bezeichnet, als geschlossene Punzen bezeichnet man die vollständig umschlossenen Innenflächen der Buchstaben a, b, d, e, g, usw.
Hier liegt also der Sonderfall vor, dass zwei Buchstaben eine geschlossene Punze bilden.
29.11.2023
Nachträge

LP 097 - Lieblingspfeil Nr. 097 [Nachtrag] von Hannes Kater
Schnee in Berlin...
Nachtrag zu Lieblingspfeil Nr. 097
Punze wird Pfeil

Schnee!
Wer hätte das gedacht...
Und noch besser:
Pfeil mit Schnee.

Der sehr bekannte FedEx Pfeil (mein LP 097), also der "da-wo-kein-Buchstabe ist, ist ein Pfeil"-Pfeil, mit Schnee: der zwischen "E" und "x" entstehende weiße Pfeil ist nun auch noch weiß beflockt.

Es handelt sich hier also nicht um einen verpfeilten Buchstaben, sondern um einen Pfeil gewordenen Buchstabenzwischenraum, bzw, eine geschlossene Punze
*, die ausnahmsweise von zwei Buchstaben gebildet wird..

Sehr viel ausführlicher hier.



Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem November 2023
WeitereKunstpfeile:
29.11.2023 – Kunstpfeil_77_5
29.11.2023 – Kunstpfeil_77_4
29.11.2023 – Kunstpfeil_77_3
21.11.2023 – Kunstpfeil_78
13.11.2023 – Kunstpfeil_77_2
13.11.2023 – Kunstpfeil_77_1
08.11.2023 – Kunstpfeil_77
11.10.2023 – Kunstpfeil_76
04.10.2023 – Kunstpfeil_75
28.09.2023 – Kunstpfeil_74
19.09.2023 – Kunstpfeil_73
04.09.2023 – Kunstpfeil_72
[...]
Kunstpfeil_73_1 von A.R. Penck (Detail), fotografiert von Hannes Kater
Kunstpfeil_73_1 von A.R. Penck, fotografiert von Hannes Kater
A.R. Penck: Die Zukunft des Emigranten, 1983. Neue Nationalgalerie Berlin
Nachtrag zu Kunstpfeil_73

Kunstpfeil_73_1
A.R. Penck setzt hier einen
normalen Doppelpfeil ein... Das nur als Hinweis darauf, dass sein Umgang mit den Armen seiner Figuren ungewöhnlich ist, also Arme in Pfeilspitzen enden zu lassen, statt etwas, was man als (stilisierte) Darstellung einer Hand interpretieren könnte, zu benutzen-

In aktuellen Beispielbild enden die Arme der (mindestens) 7 Protagonisten ganz unterschiedlich: nicht nur in einer vollständigen Hand (mit Daumen und vier Fingern – ganz links oben), sondern, u.a., in einem "X" oder einem "+" (bzw. Kreuz), in etwas zwei-, drei- oder vierfingerigem, in einem "o" (oder Kreis), einem (annähernden) Quadrat, in einem dreifachen "T" oder auch in einem "Z".

Zudem gibt es noch mindestens zwei Köpfe, einer mit offenen Augen, einer mit geschlossenen.


Zu sehen ist Pencks Bild "Die Zukunft des Emigranten" (Kunstharz auf Leinwand, 1983) in der neu zusammengestellten Präsentation der ständigen Sammlung der Neuen Nationalgalerie.

Da gibt es keinen Baselitz und keinen Lüpertz zu sehen – dafür aber so viele Arbeiten von Künstlerinnen wie noch nie und viel Kunst von Menschen, die im Ostblock geboren wurden.

Es durchaus unterhaltsam, da durchzulaufen... auch weil es wirklich was zu entdecken gibt. Allerdings setzt die Präsentation nicht mehr so auf Präsenz und Aura, sondern mehr auf eine
kulturgeschichtliche Präsentation: in etwa so könnte auch eine Sonderausstellung "Die Deutschen und ihre Kunst" in einem Museum für die Geschichte der Deutschen aussehen.




Kunstpfeil_77 [Nachtrag] von Giovanni di Pietro da Napoli (Detail), fotografiert von Hannes Kater
Giovanni di Pietro da Napoli: Kreuzigung und Verkündung. Anfang 15. Jahrhundert
Nachtrag zu Kunstpfeil_77:

Kunstpfeil_77_3
Sieht aus wie ein Pfeil, soll aber wohl die Spitze eines Spießes darstellen: weitere Variante der mit Kunstpfeill_77 vorgestellten Bildfindung für die Befestigung von Jexus am Kreuz:

Detail
Giovanni di Pietro da Napoli
Kreuzigung und Verkündung
Anfang 15. Jahrhundert
Museo Nazionale di San Matteo, Pisa


Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem November 2023
WeitereKunstpfeile:
29.11.2023 – Kunstpfeil_77_5
29.11.2023 – Kunstpfeil_77_4
29.11.2023 – Kunstpfeil_77_3
21.11.2023 – Kunstpfeil_78
13.11.2023 – Kunstpfeil_77_2
13.11.2023 – Kunstpfeil_77_1
08.11.2023 – Kunstpfeil_77
11.10.2023 – Kunstpfeil_76
04.10.2023 – Kunstpfeil_75
28.09.2023 – Kunstpfeil_74
19.09.2023 – Kunstpfeil_73
[...]
Kunstpfeil_77 [Nachtrag] von Insignien der Bruderschaft [?] (Detail), fotografiert von Hannes Kater
Kreuzigung, 1420 - 1430, Pinacoteca Nazionale di Bologna
Nachtrag zu Kunstpfeil_77:

Kunstpfeil_77_4
Sieht aus wie ein Pfeil, soll aber wohl die Spitze eines Spießes darstellen: weitere Variante der mit Kunstpfeill_77 vorgestellten Bildfindung für die Befestigung von Jexus am Kreuz:


Detail
Insignien [?] der Bruderschaft [?]
Kreuzigung
Die heilige Ursula, gekrönt von zwei Engeln und den Gefährten der Seefahrt
1420 - 1430
Tempera auf Holztafel
Pinacoteca Nazionale di Bologna





Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem November 2023
WeitereKunstpfeile:
29.11.2023 – Kunstpfeil_77_5
29.11.2023 – Kunstpfeil_77_4
29.11.2023 – Kunstpfeil_77_3
21.11.2023 – Kunstpfeil_78
13.11.2023 – Kunstpfeil_77_2
13.11.2023 – Kunstpfeil_77_1
08.11.2023 – Kunstpfeil_77
11.10.2023 – Kunstpfeil_76
04.10.2023 – Kunstpfeil_75
28.09.2023 – Kunstpfeil_74
[...]
Kunstpfeil_77 [Nachtrag] vom Meister von St. Tropè (Detail), fotografiert von Hannes Kater
Meister von St. Tropè: Jesus am Kreuz, 13. bis 14. Jahrhundert
Nachtrag zu Kunstpfeil_77:

Kunstpfeil_77_5

Sieht aus wie ein eher unspitzer Pfeil, oder wie ein etwas verunglückter Nagelkopf... es liegt hier, gewissermaßen, eine Pfeil-Nagel-Unschärfe vor:

Detail
Meister von St. Tropè
Gemaltes Kreuz
Jesus am Kreuz und an den Ende der Kreuzarme Madonna und Johannes
Tempera und Blattgold auf Tafel
13. bis 14. Jahrhundert

Museo Nazionale di San Matteo, Pisa




Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem November 2023
WeitereKunstpfeile:
29.11.2023 – Kunstpfeil_77_5
29.11.2023 – Kunstpfeil_77_4
29.11.2023 – Kunstpfeil_77_3
21.11.2023 – Kunstpfeil_78
13.11.2023 – Kunstpfeil_77_2
13.11.2023 – Kunstpfeil_77_1
08.11.2023 – Kunstpfeil_77
11.10.2023 – Kunstpfeil_76
04.10.2023 – Kunstpfeil_75
28.09.2023 – Kunstpfeil_74
19.09.2023 – Kunstpfeil_73
[...]
Kunstpfeil_77 [Nachtrag] von Michele di Matteo (Detail), fotografiert von Hannes Kater
Turino Vanni:
Nachtrag zu Kunstpfeil_77:

Füße von Jesus mit großem Nagel
Als weiteres Beispiel für eine Findung, wie man einen Nagel malen könnte, wenn man sicher gehen will, dass er auch als solcher erkannt wird, hier ein Ausschnitt aus:


Michele di Matteo
(Bologna, 1410 bis 1469)
Christus, der Gekreuzigte
Christus, der Auferstandene, die Schmerzensmutter, der Heilige Johannes und die heilige Maria Magdalena
um 1430-1435
Pinacoteca Nazionale di Bologna





Kunstpfeil_78 [Nachtrag]: Turino (di) Vanni (Detail), fotografiert von Hannes Kater
Zu Kunstpfeil_78 [Nachtrag]: Meister der Kruzifixe: Geformtes Kreuz. Um 1390, Pinacoteca Nazionale di Bologna. Fotografiert von Hannes Kater
Oben: Turino Vanni, (Detail) unten: Meister der Kruzifixe / Jacopo di Paolo (Detail)
Nachtrag zu Kunstpfeil_78

Zum Vergleich: die
Darstellung des Jesuskinds nach der Vision der heiligen Birgitta (oben): das Kind (mit Kreuznimbus*) liegt ohne jeden Schutz auf dem nackten Boden –"gewärmt" nur durch eine Kraft, die es auch strahlen lässt.

Unten:
eine eher lebensnahe Darstellung des Jesuskinds (ebenfalls mit Kreuznimbus
*) in einem Korb**: das Baby ist in Leinenbänder gewickelt (sieht aus wie gepuckt) und in unterbarer Nähe stehen Esel und Ochs, die die Szene beäugen.

Beide Bilder stammen ungefähr aus der gleichen Zeit, finden aber ganz verschiedene Darstellungsweisen, um die Weihnachtsgeschichte zu veranschaulichen.



Oben:
Detail
Turino (di) Vanni
Vision der heiligen Birgitta (Santa Brigida)
Museo Nazionale di San Matteo, Pisa
Spätes 14. Jahrhundert, oder frühes 15. Jahrhundert
Tempera auf Tafel
Nationalmuseum von Sam Matteo, Pisa.

Unten:
Detail
Meister der Kruzifixe
Franziskaner / Jacopo di Paolo
tätig bis 1426
Geformtes Kreuz
Gekreuzigter Jesus, betende Madonna zwischen zwei Engeln, heiliger Farnz von Assisi und heilige Helena
ca. 1390
Pinacoteca Nazionale di Bologna




Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem November 2023
Kreuznimbus, ein Ausführung eines Heiligenschein, in den zusätzlich ein griechisches Kreuz eingetragen ist.
Dieser Nimbus ist in der christlichen Kunst den drei göttlichen Personen vorbehalten: Gottvater, Sohn (Jesus, auch als Baby) und dem Geist Gottes (Heiliger Geist)
**  Ob dieser Korb ein Kinderaufbewahrungsmöbel ist, oder aber so damals in einem Stall hätte herumstehen können? Auf jeden Fall sieht der Korb nicht so aus, als wäre er als Futterkrippe genutzt worden...
Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem November 2023
28.11.2023
Ach, das erinnert mich... [I]

Hicham Benohoud: Foto (Ausschnitt) aus der Reihe: Salle de Classe (Das Klassenzimmer), 1994 - 2000
Hicham Benohoud: Foto (Ausschnitt) aus der Reihe: Salle de Classe (Das Klassenzimmer), 1994 - 2000
... an Fotos aus einer Serie, die während der Vorarbeiten und Entscheidungsfindungen zu einer, zusammen mit Hinrich Schmieta 1996 in Braunschweig realisierten, Rauminstalltion, entstanden sind.

Ein Beispiel ist und unter dem Titel
Aufräumen IX im Weblog am 16.12.2020 dokumentiert.

Die Denke, der Ansatz, was Skulptur ist – und wie man in Räumen skulptural arbeitet, in denen auch Menschen anwesend sind und so auch Teil der Arbeit werden können, bzw. werden müssen – finde ich sehr verwandt.
Und habe mich gefreut, in Hicham Benohoud einen verwandten Geist zu finden.

Die Arbeit links ist aus der Reihe "Das Klassenzimmer" und wurde von Benohoud zwischen 1994 und 2000 realisiert.
Zu sehen war sie in dem großartigen Raum der Genus Bononiae, einer Kunstbibliothek, Via Nazario Sauro, 20/2, in Bologna.

Hicham Benohouds Arbeit ist eine von 12 Positionen, die in den diesjährigen 12 großartigen Ausstellungsorten der VI Biennale für Fotografie in Bologna noch bis zum 8.12.2023 zu sehen sind. Es empfiehlt sich wirklich, sich anhand der Ausstellungsorte der Biennale die Stadt Bologna zu erschließen...



Hannes Kater – Detail einer Zeichnung aus dem November 2023
L'automne (Der Herbst) von Henri Laurens (*1885; †1954)
Die Gußvorlage ist von 1948, die Ausführung in Bronze war Jahre später. 77 x 59 cm x 173 cm (Sockelplatte).
Im Hintergrund links ist der "alte" Berlin Pavillon zu sehen, der 1957 von Hermann Fehling, Daniel Gogel und Peter Pfankuch gebaut wurde und der 1957 als "Eingangshalle", also Info-Punkt, für die Internationale Bauausstellung Berlin, der Interbau, diente. Später beherbergte der Bau eine Ausstellung zum Wiederaufbau des Berliner Hansaviertels.
Heute steht die Skulptur im Skulpturenpark (Wikipedia), bzw. in den Außenbereichen (Staatliche Museen zu Berlin) der Neuen Nationalgalerie, Berlin
27.11.2023
SafeSearch?

Screenshot, Ausschnitt aus einer Suchergebnisanzeige von Google mit aktivierter Unkenntlichmachung
Foto von Eva Kater-Grunow, Screenshot, Ausschnitt aus einer Suchergebnisanzeige von Google
Screenshots: Ausschnitte aus einer Suchergebnisanzeige von Google mit aktivierter Un-
kenntlichmachung (oben) und Bildanzeige nach ignorierter Warnung (unten, Foto von Eva Kater-Grunow, Juli 1966)
Nachtrag zu überbrechen, einer Ausstellung von mir vor über 10 Jahren in der Akademie der Künste (Hanseatenweg), meinem Projekt Nr. 50.

Neulich habe ich, weil ich eine Information über meine Mutter suchte, ihren Namen in die Suchmaschine von Google eingegeben und bekam, weil ich sie, ganz korrekt und vorbildlich, als Urheberin eines Fotos auf meiner Website angegeben hatte, auch, und das gleich als zweites Ergebnis, das oben zu sehende, bzw. nicht zu sehende, Bild angezeigt.

Das Suchergebnis sei ein Bild mit "
möglicherweise anstößigen Inhalte[n]". Die "Unkentlichmachung" durch SafeSearch sei aktiviert.

Mir wird angeboten, meine "Einstellung [zu] verwalten“ – ich kann mich nicht erinnern, so was wie SafeSearch jemals aktiviert zu haben – oder das "Bild an[zu]sehen".

Erstaunlich, dass der Algorithmus in der Lage ist, die Bronze von Henri Laurens
* als Darstellung eines unbekleideten weiblichen Körpers zu identifizieren... daran scheitern schon mal echte Menschen, aber dann alle Skalierungshinweise – Kleinkind (13 Monate, Skulptur – und Oberflächenunterschiede – Bronze, menschliche Haut – mangels Training [?] nicht interpretieren kann.

So bleibt das Erlebnis mit dieser Unkenntlichmachung, also mit einer von mir nicht aktivieren Zensur, seltsam ambivalent: beeindruckend bis erschreckend, dass Google eine Liegende von Henri Laurens als Darstellung einer Frau erkennt, aber zugleich bleibt es rätselhaft, wieso Googles Bilderkennung keine offensichtliche Kunst erkennt: schließlich haben wir es hier nicht mit einer realistischen, gar hyperrealistischen, Skulptur zu tun, die, dokumentiert mit einem Foto, dann kaum von einem Foto eines echten Menschen zu unterscheiden ist.



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Pfeil runter 24. November 2023
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